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Milben im Bett bekämpfen

Milben im Bett MikroskopSie gehören eigentlich zum Leben wie Luft und Wasser – die Milben im Bett. Dabei ekelt es viele alleine bei der Vorstellung, dass im eigenen Bett kleine Tiere leben. Vor allem Hausstauballergiker haben es nicht leicht mit den ungewünschten Bewohnern, denn Sie verursachen durch Kotablagerungen bei vielen eine Milbenallergie. Komplett los wird man die kleinen Tierchen wohl nie werden, damit muss man sich früher oder später abfinden. Gerade weil man Milben im Bett mit dem bloßen Auge gar nicht erkennen kann ist es umso schwerer sie zu bekämpfen. Doch einige Methoden helfen das Sofa sowie das Bett nahezu Milbenfrei zu bekommen. So können auch die Beschwerden, welche durch die Allergie hervorgerufen werden, gelindert werden. Dabei sind es nicht die Tiere selbst die für die Allergie sorgen, sondern deren Kot, welcher nach einiger Zeit zerfällt und sich mit Staubteilchen verbindet. Genau dies löst dann die sogenannte Hausstauballergie aus.

Das Vorurteil

Viele sind der Meinung das Milben im Bett ein Indiz dafür sind, dass eine gewisse Unsauberkeit in der Wohnung herrscht. Dies ist falsch. Ganz egal wie sauber Sie das Bett oder die gesamte Wohnung halten, die kleinen Tiere werden immer einen Platz finden, um irgendwie zu überleben. Darüber hinaus sind sie ohnehin nur unter dem Mikroskop erkennbar, sodass sich ohne weiteres gar nicht sagen lässt wie stark der Milbenbefall im Haus ist. Viele merken es nur an einer Tatsache, der Hausstauballergie. Diese sorgt dafür, dass allergische Reaktionen ausgelöst werden. Um den Milben zumindest das Überleben schwerstmöglich zu machen wollen Ihnen nun einige Tipps vorstellen.

Tipps gegen Milben im Bett

Um das Frühstück am Bett wieder zu einem milbenfreien Erlebnis zu machen sollten Sie folgende Dinge beachten:

  1. Ein frisch gemachtes Bett erleichtert den Tieren das Überleben

Ja genau, ein frisch gemachtes Bett sorgt nicht dafür, dass Milben weniger werden. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Matratze sollte morgens gelüftet werden, sodass keine Decke darauf liegt. Am besten man bedeckt die Matratze gar nicht und lüftet den Raum gut durch.

  1. Die 7-Jahre-Regel

Nach sieben Jahren erreicht der Milbenbefall, laut übereinstimmenden Studien, seinen Höhepunkt. Somit sollten Sie spätestens nach sieben Jahren die Matratze durch eine neue ersetzen. So gehen Sie sicher, dass der Milbenbefall zumindest nicht zu hoch wird.
Milben im Bett bekämpfen Teddy

  1. Kuscheltiere einfrieren

Bei Kuscheltieren ist es nicht viel anders als bei einem Bett. Auch hier fühlen sich die kleinen Tiere pudelwohl und vermehren sich nach Belieben. Etwas, was gegen die meisten Tierchen dieser Art hilft, ist Kälte. Legen Sie also immer mal wieder die Kuscheltiere Ihrer Kinder für minimal 24 Stunden in die Kühltruhe. Unter diesen Bedingungen haben Milben kaum eine Chance zu überleben. So tun Sie auch den eigenen Kindern einen großen Gefallen und vermindern die Gefahr allergischer Reaktionen.

  1. Teppiche sind kein No-Go

Auch die Meinung über Teppiche in der Wohnung leidet unter einem Vorurteil. Lange war man sich sicher, dass Teppichböden für Allergiker Gift sind. Auch hier gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse, denn ein glatter Boden ist nur dann besser, wenn er alle zwei Tage feucht gereinigt wird. Dies ist für viele berufstätige gar nicht realisierbar, sodass hier auch auf den Teppichboden nicht zwingend verzichtet werden muss. Der Teppichboden hat sogar Vorteile für Allergiker, denn durch die Fasern des Teppichs werden Staubteilchen festgehalten, sodass der Staubgehalt in der Luft deutlich gesenkt wird. Staubsaugt man den Teppich regelmäßig ab, so lässt sich der Staub in der Wohnung effektiv reduzieren.

  1. Regelmäßig reinigen

All diese Tipps helfen nichts, wenn das Sofa oder das Bett nicht regelmäßig gereinigt wird. Hierzu empfiehlt es sich vor allem mit speziellen Mitteln aus der Apotheke die Tierchen zu bekämpfen. Dazu kann eine Beratung helfen, da Ihnen der Apotheker am besten sagen kann, welche Pestizidienreiniger am besten helfen.

Übersicht der Tipps:

  • Bett und Matratze täglich lüften
  • Alle 7 Jahre die Matratze ersetzen
  • Kuscheltiere regelmäßige 24 Stunden einfrieren
  • Teppichböden sind kein No-Go, sondern bringen sogar Vorteile
  • Regelmäßige Reinigung ist unumgänglich

Woran erkenne ich Milben überhaupt?

Für Menschen die nicht allergisch auf die kleinen Bewohner reagieren sind Milben eigentlich unschädlich. Doch auch für Allergiker wäre es von Vorteil den Befall zu erkennen, bevor allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Doch wie genau erkennt man frühzeitig, ob das eigene Bett von Milben befallen ist? Ein Anhaltspunkt hierfür können Symptome einer Erkältung sein die falsch gedeutet werden. Ist man besonders am frühen Morgen von Schnupfen, Husten, einer verstopften Nase oder Juckreiz geplagt sollte dies als Warnzeichen gedeutet werden. Hier ist es nicht zwingend der Fall, dass eine Erkältung vorliegt. Der Grund kann schlicht und ergreifend darin liegen, dass das Bett von Milben befallen ist. Dies merkt man spätestens dann, wenn die Symptome im Laufe des Tages nachlassen.

Wieso überleben Milben im Bett besonders gut?

Milben gehören zu den Hautfressern. Dies bedeutet nicht, dass die Tiere auf dem Menschen selbst leben und sich dort von abgelösten Hautschuppen ernähren. Gerade in der Nacht verlieren wir viele Hautschuppen, welche abfallen und in der Matratze landen. Dies ist der Grund dafür, dass Milben gerade im Bett besonders aktiv sind. Das Übrige, um den Tierchen das Überleben zu ermöglichen, erledigt das Klima. Denn in der Matratze herrscht eine hohe Feuchtigkeit was nicht nur das Überleben ermöglich, sondern auch die Vermehrung deutlich beschleunigt.

Steigende Zahlen in den letzten 15 Jahren

Besonders in den letzten 15 Jahren steigen die Zahlen der Betroffenen. Um 50 % stieg die Menge derer, die seither über eine Hausstauballergie klagen. Dies hat zur Folge, dass mittlerweile 1/3 der in Deutschland lebenden Bevölkerung betroffen ist. Nach dem Heuschnupfen ist die Milbenallergie mittlerweile die zweithäufigste Allergie. Durch die erkältungsähnlichen Symptome wird die Krankheit leider nicht immer richtig gedeutet und erkannt.

Bei Beschwerden lieber einmal zu viel zum Arzt

Doch Vorsicht! Deutet man die Erkrankung falsch oder wird sie zu später erkannt, so kann es schnell passieren, dass die Allergie verschlimmert wird. Im Extremfall kann dies zu chronischem Asthma und langanhaltenden Problemen mit den Atemwegen führen. Der Arzt kann hingegen mit einem bestimmten Testverfahren schnell erkennen, ob Sie allergisch auf Milben reagieren oder nicht. So können Sie sich bei Unsicherheit Gewissheit holen. Eine Möglichkeit die Milben dann zu bekämpfen ist neben den oben genannten auch ein spezieller Kissenbezug, durch den der direkte Kontakt zu Milben vermieden wird. Dies sind Encasing-Systeme die individuell auf Ihr Bett angepasst werden können.


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